Um zukünftig für Konzerte im Ausland garantieren zu können, wagen Diary Of Dreams einen Rückschritt und orientieren sich an ihren musikalischen Wurzeln. In einem Statement erklärt die Band die Gründe dafür.
„Zurück zu den Wurzeln? Irgendwie ja … weil außergewöhnliche Zeiten außergewöhnliche Maßnahmen erfordern“, heißt es in einer entsprechenden Stellungnahme von Diary Of Dreams-Kopf Adrian Hates in den sozialen Medien. „Als Band haben wir immer gerne Konzerte weltweit gespielt. Das gab mir die Möglichkeit, bis heute in 43 Länder zu reisen. In den letzten Jahren waren wir aber nicht mehr so häufig auf Tour wie früher – und es war nicht unsere Schuld.“
Alles wird teurer
Als Ursache für diese Entwicklung nennt die Band die steigenden Kosten für Flüge, Hotels, Reisen und Personal. Die Konsequenz: Konzerte seien deshalb finanziell oft nicht mehr realisierbar, Promoter würden zunehmen auf Buchungen verzichten.
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„Noch weniger internationale Konzerte zu spielen war für mich einfach keine Option mehr; schließlich war es schon immer ein Höhepunkt unserer Berufung“, so die Band weiter. „Die einzig mögliche Lösung bestand darin, unser Team vorerst zu verkleinern, um Kosten zu senken – und aus der Notwendigkeit eine Tugend zu machen.“
Wieder teilweise elektronisch unterwegs
Deshalb wolle man fortan wieder als elektronisches Duo auftreten. Man gehe davon aus, dass damit Konzerte wieder in Regionen möglich sein werden, die man andernfalls nicht (mehr) ansteuern könne. Weiter heißt es: „Die Band als solche, in ihrem üblichen kompletten Lineup [sic!], wird natürlich weiter bestehen und wir treten erst als Duo auf der Bühne auf, wenn die Show als „Diary of Dreams – das elektronische Duett“ bezeichnet wird.“
Band-Kopf Adrian Hates betont nachdrücklich, dass dieser Schritt keinesfalls ein Ersatz für Diary Of Dreams in ihrer konventionellen Besetzung sei. Vielmehr sei dies ein notwendiger Schritt, um auch weiterhin an Orten Konzerten spielen zu können, die ansonsten unerschwinglich wären. Hates bekräftigt, die aktuelle Besetzung werde auch weiterhin existieren, „Diary Of Dreams – The Electronic Duett“ sei vielmehr als eine ergänzende Form zu verstehen. Diese Änderung betreffe allerdings keine der bereits gebuchten Konzerte für 2026.
„Für die Zukunft gilt: Wenn Sie sich bezüglich der Art des DoD-Konzerts unsicher sind, achten Sie einfach auf die Ankündigung und Werbung“, heißt es in einer ergänzenden Stellungnahme. „Nur wenn „Diary of Dreams – The Electronic Duet“ angekündigt wird, treten wir als Duo auf; alle anderen Konzerte finden als komplette Band statt.“
Für die Band ist dieser Schritt ein Novum in ihrer Geschichte: Zwar gaben Diary Of Dreams in den vergangenen 20 Jahren durchaus Shows, die sich stilistisch von ihren übrigen Schaffen abhoben, wie beispielsweise Akustik-Konzerte oder einzelne Gigs, bei denen der Fokus stärker auf der elektronischen Seite lag, allerdings kehrte sie bisher nie vollends zu ihren musikalischen Wurzeln zurück. Bis jetzt.
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www.diaryofdreams.de
Foto: Michael Meister
(TL)

