noch so ein Werk in diesem Genre rauszuhauen, das nicht wie so viele andere unter die Rubrik „Ferner liefen“ fällt, muss man erst mal hinbekommen. Der EBM-Begriff fehlt? Absichtlich, denn davon ist nach dem selbstbetitelten Debüt nichts übrig geblieben. Stimmlich erinnert Terje Vangbo angenehm an Camouflage-Sänger Marcus Meyn, musikalisch bewegen sich die drei Musiker im Fahrwasser von Bands wie Icon Of Coil – gut zu hören im Titelstück – und Mesh, die auch gleich von „Electric“ einen Remix beisteuerten. Neben den gerade genannten bleiben besonders „Full Access“ und der super-catchige Clubhit „Berlin“ im Ohr hängen. Hätten Substaat nicht erst 2008 angefangen, Musik zu machen, hätten sie gut und gerne in den Hochtagen des Synth- und Futurepop ganz oben mitspielen können und würden jetzt in einem Atemzug mit Andy LaPlegua und Stephan Groth genannt. Aber, ganz ehrlich – Norwegen und elektronische Musik, was soll da schon schiefgehen? Super Album!
Catrin Nordwig