Review
Artist: The Velvet Underground
Titel: The Very Best Of
- Artist: The Velvet Underground
- Label/Vetrieb: Polydor, Universal
Ironischer ist das Schicksal wohl selten gewesen: In ihrer aktiven Zeit blieben die Alben der Künstler-Kommune um Lou Reed und Andy Warhol schwerer noch als Blei in den Regalen der Schallplattenkaufmannsläden liegen, kaum hatten sich The Velvet Underground dann Mitte der 70er aufgelöst, brach auch schon die bis heute andauernde und bisweilen recht groteske Züge annehmende V.U.-Hysterie los. Post splitum zu absolutistischen Rockikonen erhoben, heilig gesprochen und götzenhaft in allen Metropolen des Planeten zur vollen Stunde im ü¥-Takt angebetet, hat dieser Tage die allmächtige Fernsehspot-Industrie den Geist und vor allem den Sound der New Yorker für sich entdeckt und versucht heute mit den damals leidlich geschmähten „IÔÇÖm Sticking With You“ und „Venus In Furs“ Autoreifen und sogar ganze Automobile an Rocksound-affine Käuferschichten zu verticken. Was läge in dieser zwar gute 30 Jahre zu spät eintretenden, nichts desto trotz aber irgendwie nützlichen Situation näher, als die einzig wahre Best Of als Rundumschlag für Commercial-Freaks, Altrocker und Fans von The Strokes, The Vines, Black Rebel Motorcycle Club und ähnlichen Combos in die gleichen Regale der Schallplattenkaufmannsläden zu stellenüAuf 18 Songs gibtÔÇÖs das vermeintlich Beste der Alben „Loaded“, „VU“, „The Velvet Underground & Nico“ und „White Light/ White Heat“ zu hören, alles was man kennen sollte. Von „Sweet Jane“ über „IÔÇÖm Waiting For The Man“, „All TomorrowÔÇÖs Parties“, „Heroin“… Erst Best Of hören, dann bei Bedarf lieber alle Platten nachkaufen! Wer braucht schon Autosü
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