Review

Artist: The Rentals

Titel: Lost In Alphaville

The Rentals
„Lost In Alphaville“
(Polyvinyl Records/Cargo)
Es klingt ja nicht schlecht, wenn Matt Sharpe, der einst Gründungsmitglied von Weezer war und dann gefeuert wurde, sich mit Patrick Carney von den Black Keys und ein paar anderen zusammentut, um ein neues Line-Up für sein Projekt namens The Rentals zu bilden. Wer sich jetzt nicht erinnern kann, sollte nicht seinen grauen Zellen die Schuld daran geben: Das letzte Album der Rentals kam vor 15 Jahren heraus. Aber es scheint, als wäre die Zeit wieder mal reif für ein bisschen new-wavigen Lo-Fi-College-Rock, den Gitarrist Ryen Slegr mit gehörigen Gitarrenwänden anreichert. Auch der launige Einsatz der Moog-Synthesizer und die punkrockigen Stimmen der beiden Sängerinnen Jess Wolfe und Holly Laessig in „Irrational Things“ wirken auf charmante Weise amüsant, während Sharp in dem Song darüber singt, wie es ist, nach zwölf Jahren wieder mit seiner alten Liebe zusammenzukommen – und dass man sich manchmal nicht gegen die Liebe wehren kann. Manche Songs könnten auch von einem Weezer-Album stammen, etwa „1000 Seasons“, das sich mit der Liebe in digitalen Zeiten beschäftigt. Ein Album, das mit seinen spritzigen Ideen, sowohl musikalisch als auch textlich als wahrer Stimmungsaufheller taugt.
Georg Howahl

Veröffentlicht: 10/2014

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