Review

Artist: The Negativity Bias

Titel: Whatever You Want

The Negativity Bias „Whatever You Want“

(audiophob)
Chris Dupont macht keinen Hehl aus seinen musikalischen Einflüssen. Dass EBM nicht der einzige Stoff ist, den der Niedersachse in seine Ohren zieht, ahnt man seit Start des Projektes Kleqq, das er mit Nick Jonath von MC1R unterhält. Abseits von NordarR und MRDTC, seinen Hauptbetätigungsfeldern, pulsieren die Beats, klopfen die Drums und flirren filigrane Flächen. Bedeutet: Techno steht nicht selten auf der Tagesordnung – mit Köpfchen und Atmosphäre. Für das Debütalbum seines jüngsten Soloprojektes ließ Chris sich nun hauptsächlich von Planetary Assault System (Ableger von Luke Slater), Marcel Dettmann (Berghain-Resident) und SCUBA inspirieren und in Gefilde führen, die zwischen Deep House, Dark Ambient und IDM verortet sind. Die Produktion ist vergleichsweise zurückhaltend, sprich, die Rhythmuskomponenten stehen nicht permanent im Vordergrund, sondern bilden eine berauschende, homogene Einheit mit einer Fülle an Sounds, Samples und kleinen Melodien. Auch wurde nicht zwingend auf 4/4-Takte gesetzt, was für Dynamik und Spannung in den acht Tracks sorgt. Während „Dead Born Content“ direkt und tanzbar ist und „Sweet Little Pershing“ (feat. Black Color) mit Noise liebäugelt, geht „Neon Light Force“ als reines Ambient-Stück durch. Was also auch immer Electros mit offenem Geist möchten: Hier ist es zu finden.
Jörn Karstedt

Veröffentlicht: 03/2017

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