Review
Artist: The Fright
Titel: D.E.A.T.H.
- Artist: The Fright
Was für eine Rückkehr! The Fright melden sich nach einer längeren Veröffentlichungsauszeit mit einer vier Songs starken EP zurück, die das Bittersüße herzzerreißender Gothrock-Hymnen mit einem massiven Gitarrenbrett und druckvoller Gesamtperformance vereint. Lon Fright liefert in Songs wie „Hollow Eyes“ gesanglich seine bisherige Spitzenleistung. Vielleicht liegt es auch an der Einbettung in die exzellenten, sehr dynamischen Songs. Jedenfalls klang der Mann noch nie so emotional. Wie er sich hier Dinge von der Seele singt, klingt dabei keineswegs gekünstelt, aber umso packender. Das gilt auch fürs Songwriting. „Trust“ ist ein klassischer Düsterrock-Song, aber nicht auf Hochglanz poliert, sondern Rock’n’Roll-infiziert. Der Dreck an den Stiefeln bleibt. „Death“ lässt es nach drei Minuten zum fast entrückt klingenden Gitarrensolo ordentlich scheppern und „Autumn Leaves“ geht so zügig zur Sache, dass man den Todeshauch der Horrorpunk-Urzeit der Band vorbeiwehen spürt. Metal in der Gitarrenarbeit, Gothic als Bekenntnis und Grundhaltung, Gefühl als Bedingung: Wer kraftstrotzende Melancholie zu schätzen weiß, ist hier goldrichtig. Man kann nur hoffen, dass The Fright bald mit weiterem Material nachlegen, In dieser Besetzung und dieser Form sind die Leipziger suchterregend gut.
Christoph Kutzer
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