Review
Artist: The Exploited
Titel: Fuck The System
- Artist: The Exploited
- Label/Vetrieb: Dream Catcher, Zomba
Kann sich eigentlich noch irgend jemand ernsthaft an die Band The Exploited erinnernüGanz genau: Die Jungs mit den lustigen multi-coloured Irokesen-Frisuren, vor denen elterlicherseits immer gewissenhaft gewarnt wurde und deren dutzendfache Wannabees an lukrativen Offener-Samstag-Samstagen immer vor Kaufhof, Horten oder anderen weit verbreiteten, zentralen Durchschnittsbürgereinkaufsparadiesen der Europäischen Union inklusive Großbritannien herumlungerten. Sicherheitsnadel in der Wange, Hansa-Pils in der Hand und Songs wie „Troops Of Tomorrow“, „PunkÔÇÖs Not Dead“, „Sex And Violence“, „Dogs Of War“ und noch ein paar andere ähnliche Kaliber auf den LippenüWar der Nachfolger von „Beat The Bastards“ bekanntlich schon diverse Jahre vollmundig versprochen worden, so gibtÔÇÖs nun mit „Fuck The System“ für alle Zeiten und nachwirkend für die vertrödelten Siff-Punk-Jahre so richtig von Kollege Wattie und seinen Zechkumpanen vors große Maul. Ladies and Gentlemen: Dies ist P.U.N.K., antiquiert, urtümlich und frei von der ruinierten Leber weg. Klar, daß man mit Songtiteln wie „Fuck The System“, „Fucking Liar“ oder „YouÔÇÖre A Fucking Bastard“ nicht nur die parental advisory-Quote enorm in die Höhe schraubt und es auch nicht jedem getreuen CDU-Wähler bzw. fanatischen englischen Republikaner Recht machen kann. Und das, obwohl die feste 80er Institution The Exploited eigentlich, wenn manÔÇÖs genau nimmt, heute so viel nicht mehr zu sagen hat. Man pöbelt halt gern einmal, ob jetzt gegen die Regierung, die Regierung oder zur Abwechslung auch mal gegen die Regierung und die Gesellschaft. Wer sich schon immer einmal in die völlig mittellosen lower class-Kreise des Vereinigten Königreiches bzw. Schottland hineinversetzen wollte, bekommt hier eine tolle Chance, sich selbst endlich zu verwirklichen. Geschlechtsverkehr mit dem System – viel Spaß wünscht:
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