Review
Artist: SOKO FRIEDHOF
Titel: Im Beichtstuhl der Begierde
- Artist: SOKO FRIEDHOF
- Label/Vetrieb: EFA, Sonic Malade
Oha! Das ist mal wieder so eine harte Nuß, an der sich die Geister scheiden werden. Von vielen mit Sicherheit im Vorfeld schon als Müll abgestempelt, von anderen unkritisch als der nächste „Kult“ tituliert, liegt das Berliner Euro-Electro/Gruft Projekt SOKO Friedhof irgendwo in der Mitte, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. David A.Line, seines Zeichens Soundmastermind der Untoten, und Damien vom Festival der Geisteskranken haben sich für ihr zweites Fulltime-Album „Im Beichtstuhl der Begierde“ mal wieder in ihre muffigen Keller eingeschlossen und an den Reglern geschraubt wie die Irren. Das Endresultat kann sich sehen und hören lassen. Neben den gewohnten Samplecollagen und Soundwällen verbergen sich auf dem zwölf Tracks umfassenden Silberling auch einige echte Highlights der düsteren, elektronischen Musik, so z.B. „Perversion Bizarre“ mit der Untoten, sexy Greta am Mic, oder aber auch „My Mother Wears Black“, welches sich in bester Electro-Wave-Manier präsentiert. Den schmalen Grat zwischen „Nur noch Kitsch“ und „bester Unterhaltung“ meistert das SOKO Friedhof auf jeden Fall mit Bravour. Trash mit hohem Entertainment-Faktor!
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