Review

Artist: SKINNY PUPPY

Titel: Doomsday: Back And Forth Vol. 5 - Live In Dresden

Letztes Jahr im August fand es statt, das Jahrhundertkonzert, wenn man so will: Skinny Puppy zum ersten Mal seit dem Frühjahr 1988 wieder auf einer europäischen Bühne. Zu zweit, übrigens: cEvin Key magisch-wirbelnd an mitten auf der Bühne plazierten Drums, und Nivek Ogre mit seiner aus Legenden bekannten exaltierten Bühnenshow. Einen Ersatzmann für den 1995 verstorbenen Dwayne Goettel hatten sie nicht angeheuert. (Solches kann als Hommage an ihn gedeutet werden.) Es war ein unvergeßliches Ereignis, grandios abgeschlossen durch Wolkenbrüche und Gewitter – wozu Skinny Puppy offenbar die Zusammenarbeit mit Special-Effects-Fachleuten aus höheren Gefilden angeleiert hatten. Nun kommt endlich, ein Jahr später, eine Dokumentation des großartigen Events heraus, und es gibt ein Wiederhören mit solchen Klassikern wie „Worlock“, „Testure“, „The Choke“, „Killing Game“ und „Dig It“ – und zehn weiteren Brachial-Knallern aus der umfangreichen Discographie der sagenumwobenen Band. Das Ganze ist hervorragend aufbereitet, so daß soundtechnisch nichts von dem verloren geht, wofür Skinny Puppy stehen: und das ist das Dreidimensionale Klangbild berauschender Detailfreude, das Verschmelzen mehrerer Hörebenen. 72 Minuten lang mag der Fan schwelgen in Genüssen, hervorgebracht von der niederschmetternd genialen, unbestritten innovativsten, atemberaubendsten, meist kopiertesten (niemals erreichtesten) elektronischen Band aller Zeiten. Zwar – und es gibt Menschen, die leiden ein wenig darunter, so zum Beispiel ich – fehlen noch einige Meisterwerke für den Durchbruch zur Glückseligkeit, wie z.B. „Smothered Hope“, „Chainsaw“, „Addiction“ oder – ja, tatsächlich: „Assimilate“, aber von diesen Stücken sind ohnehin ein paar gar nicht zum Live-Einsatz gekommen. Ein Hauptaugenmerk der Band scheint tatsächlich die „Last Rights“-ü¤ra (1992) zu sein, denn Stücke aus jenem Album nehmen einen Großteil des Livealbums ein. Ach, ich schmeiß‘ lieber wieder diese CD rein – und vor meinem geistigen Auge ersteht die Bühne in Dresden wieder, und die faszinierenden Verrenkungen des Großmeisters, die mich schon 1986 im Logo-Club/ Bochum in ihren Bann zogen. Send me back, Goddess Of Time And Electro.

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