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Review

Artist: RAGE

Titel: Welcome To The Other Side

Es ist schon erstaunlich, welch beeindruckende Entwicklung die eine oder andere Band im Laufe der Zeit vollzieht. Im Falle von Rage, deren Name ja lange Zeit Synonym für Power Metal aus deutschen Landen war, trifft dies um so mehr zu. Nach diversen Ausflügen ins Orchestrale oder dem für Nicht-Musik-Studenten schwer erträglichen Smolsky-Soloalbum „The Heretic“, stand ja mehr oder weniger im Raum, was als nächstes kommen mag. Von so etwas wie „Welcome To The Other Side“, ihrem bisher anspruchsvollsten, trotzdem aber zugänglichen neuen Album, hätten allerdings die wenigsten zu träumen gewagt. Nach dem Intro „Trauma“ legt die Scheibe mit „Paint The Devil On The Wall“ sofort ordentlich los, bietet stilistisch aber noch nicht allzu viele ü£berraschungen. Die Produktion ist gehobener Standard, die Gitarren sägen schön, nicht schlecht, aber noch nichts Besonderes. Mit dem vierteiligen „Tribute To Dishonour“ kippt das Album plötzlich ins Seventiesmäßige um, was allerdings keineswegs nachteilig ist, im Gegenteil: spätestens bei „One More Time“ klingen Rage wie etwas leichter verdauliche Dream Theater, und man hat die restliche Spielzeit über nicht selten das Gefühl, daß Rage mit „Welcome To The Other Side“ ihre Version von „Scenes From A Memory“ abgeliefert haben. Das Songwriting ist komplex, verschachtelt, und fordert den Hörer. Die Breaks sitzen an der richtigen Stelle, und das eine oder andere Mal führen einen die Songs so kreuz und quer durch Stil- und Tempowechsel, daß man sich wundert, wenn sie letztlich doch am Ende ankommen. Krumme Takte wie in „I’m Crucified“ vermitteln das richtige Progrock-Feeling, der häufige Einsatz von Klaviersounds (natürlich nicht klassisch, sondern rockig) im Chorus gibt den Songs die nötige epische Dimension, und im Titelsong wird sogar die Sitar ausgepackt. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, trotz ähnlich gesetzter Parameter niemals auch nur ansatzweise wie Spinal Tap zu klingen, sondern immer wie Rage. 65 Minuten Spielzeit verteilt auf 17 Stücke, die sich in Sachen kompositorischer Anspruch wohltuend vom Gros der Metalveröffentlichungen der letzten Zeit abheben. Ein großes Album!

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