Review
Artist: PUNGENT STENCH
Titel: Masters Of Mortal Servants Of Sin
- Artist: PUNGENT STENCH
- Label/Vetrieb: EastWest, Nuclear Blast
Nach einer für ihre zahlreichen Anhänger schier unendlich anmutenden Zeitspanne kehren diese seit dem Beginn ihres Schaffens weitreichende Akzente setzenden Teufelsbraten nun zurück. Und die österreichischen Avantgardisten und Innovatoren des Death-Metals haben nichts, aber auch gar nichts verlernt. Man kann von der glorreichen Wiederkehr einer Legende sprechen. Mit „Club Mondo Bizarre – For Members Only“ liegt die letzte Veröffentlichung der bizarren Kult-Institution fast acht Jahre zurück, aber beim Hören des neuen Artefakts musikalischen Wahnsinns denkt daran wohl keiner mehr. Zu groß ist die Freude. Offiziell haben sich Pungent Stench ja niemals aufgelöst, so brodelte die Gerüchteküche über die Jahre enorm. Jetzt können sich alle besserwisserischen Pseudo-Insider endlich wieder in Szene setzen und den Namen der Band in alle Winde tragen, gleichzeitig bekommen alle Neider einmal mehr das Maul gestopft. Es freut mich ungemein für Pungent Stench, daß sie es wieder einmal mit links geschafft haben, wovon ganze Legionen von Konkurrenten ihr ganzes Leben lang nur träumen können: Einen geschaffenen und ureigenen Stil nicht aus defizitärer Kreativität heraus zu verraten, sondern intelligent zu kultivieren. Der Death-Metal auf „Masters Of Mortal Servants Of Sin“ ist ein aufsässiger Bastard aus traditionellen Grundmustern, dem eine gehörige Dosis Thrash-Metal in die heftig pulsierenden Venen injiziert wurde. Das Resultat ist ein kollabierender musikalischer Organismus, der zu mächtiger spielerischen Leistungen befähigt ist. Wenn man den direkten – und aufgrund der gespielten thrashigen Stilistik zwingend naheliegenden – Vergleich mit Slayers „neuer“ macht (um die gar ein noch größerer medialer Wirbel gemacht wird), verlieren die kalifornischen Totschläger doch einiges an Punkten. Das ist kein Ketzerspruch, sondern meine ehrliche ü£berzeugung: Slayer sind satt, unsere ü»sterreicher sind hungrig. Und ich habe mir beide Scheiben nun oft genug an
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