Review
Artist: Pillorian
Titel: Obsidian Arc
- Artist: Pillorian
- Label/Vetrieb: n/a
Pillorian „Obsidian Arc“
(Eisenton)
Als er seine vorherige Band Agalloch auf Eis legte, war dies sicherlich keine leichte Entscheidung für den unbeirrbaren Überzeugungstäter John Haughm. Schließlich legt der tiefsinnige Künstler aus Portland, Oregon allergrößten Wert auf Authentizität und Individualität in seinem Schaffen. Mit seiner neuen Formation Pillorian präsentiert er als Vokalist und Gitarrist die Grundzüge von Agalloch hochgradig intensiviert. Das elegisch hungrige Debütalbum „Obsidian Arc“ schleppt sich als depressiv lamentierendes, von archaisch bösartiger Urwut angetriebenes Dark/Black Metal-Vehikel dahin. Aufgebäumt zu furioser Rage wird sich in wohldosierter Weise, den Urhebern liegt mehr an Glaubwürdigkeit als an Selbstdarstellung. Gelungen. Gegründet im Sommer 2016., tat sich John mit zwei Musikern zusammen, u.a. von Arkhum und Uada. Bewährte, Agalloch’sche Akustikgitarren und Folk-Elemente sind mit von der atmosphärisch und düstermelodisch zu 100 % dichten Partie, wie der gut platzierte Opener „By The Light Of A Black Sun“ offenbart, einer der besten Tracks der Scheibe. Gesanglich liefert Haughm auch in den doomigen Passagen einen jederzeit tadellosen und vollauf passenden Beitrag. Dabei lässt er es abwechslungsreicher angehen als die bisweilen avantgardistisch etwas verstörende Musik letztlich selbst ist. Produzent Markus Stock lieferte mit Mix und Mastering für „Obsidian Arc“ gewohnt gute und zweckoptimale Arbeit.
Markus Eck
Veröffentlicht: 03/2017
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