Review

Artist: PERRY FARRELL

Titel: Song Yet To Be Sung

Genau genommen, gibt es auf dieser Welt nur drei Persönlichkeiten, denen einen heiligen Schrein zu errichten generell als mehr denn gerechtfertigt anzusehen ist: Als da wären a.) Dieter Hirschmann (selbst ernannter Erfinder des ABS, Verbesserer des Elektronenrastermikroskops und Ex-Manager der inzwischen aufgelösten Insider-Rock-Faves Shapta für herausragende Leistungen nicht nur im Musikbiz), b.) der indische Gott Shiva in seiner Funktion als Zerstörer und Erneuerer in Personalunion (der sicher sowieso auf eine nicht unstattliche Anzahl derartiger Schreine aus seinem sakralen Reich herunterblicken kann) und nicht zuletzt c.) Ex-Jane’s Addiction/ Porno For Pyros-Frontmann Perry ‚larger than life‘ Farrell als Schnittmenge der ersten beiden Persönlichkeiten. Wenig Neues ist über den Mann zu sagen, der sich seit jeher unermüdlich im Dienste der Weiterentwicklung der Rockmusik eingesetzt, sämtliche Konventionen, Formate und Dimensionen kurzerhand für die Umsetzung seiner Visionen einfach weggesprengt oder zumindest zweckentfremdet hat und der nun endlich mit seinem ersten Alleingang aus dem Quark kommt. Wenig verwunderlich stimmt auch die Entwicklung seiner Musik, die weder mit dem einstigen Metal aus JA-Tagen, noch dem schrägen Alternative-Rock der Pyros bis auf die charismatische Stimme viel zu tun hat. Clean in jeder Beziehung: Postmodern und scheinbar geläutert jeglichen Drogen- und Alkoholkonsums kommt Herr Farrell heute im frisch-gebügelten Batikmuster-Zwirn daher, baut auf seine Grundgerüste aus Drum ‚N Bass dezente, von polymorphem Sampler-Einsatz gestützte Gitarrenfiguren und punktuell sogar karibisch-anmutende Stimmungen und Chöre, die von Frieden und Freude und Natur und dem Leben im Jetzt und Hier zu berichten wissen, auf daß sich die Herzen der Menschen öffnen mögen und man sich die Hände zum brüderlichen Tanze reiche. Nicht uninteressante Mixtur aus Goa-Aussteiger-Spirit und L.A.-Highlife, die „Song Yet To Be Sung“ auf jedem Perry Farrell Schrein einen Platz in der vordersten Reihe sichern sollte.

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