Review

Artist: PAUL OAKENFOLD

Titel: Bunkka

Paul Oakenfold teilt das selbe Schicksal wie Shep Pettibone oder Arthur Baker. Alle drei haben mit dem Ertrag ihrer Musikproduktionen schon in den 80ern finanziell ausgesorgt, können unzählige Hits verbuchen, von denen jeder hier mindestens einen mitsingen kann (wenn vielleicht auch, ohne es zu wissen), und trotzdem erkennt sie beim Einkaufen kein Schwein. Nachdem Oakenfold als für den hippen „Swordfish“-Soundtrack verantwortlich zeichnender wohl den Unterschied zwischen angesagt-sein im Jahre 1989 und in der Gegenwart kennengelernt hat, legt er es nun offensichtlich drauf an, dem Status eines Gesichtslosen zu entfliehen und präsentiert uns mit „Bunkka“ ein Soloalbum, für das er alles rauskramt, was er draufhat. Bereits das eröffnende „Ready Steady Go“ legt mit Utah Saints-Groove, Millionseller-Melodien und fettester Produktion die Meßlatte ziemlich hoch. „Southern Sun“ hingegen ist purster Pop, perfekt arrangiert bis ins letzte Detail und ein deutlicher Hinweis darauf, wo in den letzten Jahren Oakenfolds Kohle hergekommen ist. Gerade auf einem solchen Album dürfen natürlich die Gaststars nicht fehlen, die hier u.a. mit Perry Farell (Jane’s Addiction), Ice Cube, Grant Lee Phillips und Tricky im Duett mit Nelly Furtado ihre Lobby finden. Die personelle Anwesenheit von Farell (dessen Vocals das dreckig-coole „The Time Of Your Life“ zieren) sowie die von „Fear And Loathing In Las Vegas“-Autor Hunter S. Thompson auf „Nixon’s Spirit“ verleihen dem Album auf ihre Art etwas verrucht-cooles, das man ohne weiteres bei einem Mann mit der Reputation Oakenfolds nicht erwartet hätte, ihm aber ganz gut zu Gesicht steht. Ebenfalls bemerkenswert ist „Zoo York“, das einzige reine Instrumentalstück des Albums, das auf Clint Mansells Soundtrack zu Darren Aronofskys düsterem Drogendrama „Requiem For A Dream“ basiert und die schwermütigen Streicher des Kronos Quartett im Kontext einer TripHop-Nummer präsentiert. Große Sache!

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