Review

Artist: Orchestral Manoeuvres In The Dark

Titel: Bauhaus Staircase

Auf ihrem vierzehnten – und eventuell alleretzten – Album ziehen Andy McCluskey und Paul Humphreys sämtliche Register eines unvergleichlichen Signature-Sounds. Da kollidieren Experiment und Pop-Appeal, dort reibt sich klassisches Songwriting an findigen Wendungen, die sämtlichen Prognosen im Sinne der Berechenbarkeit eine lange Nase zeigen. Auffällig ist dabei die Umgehung von Schnellschüssen, die sofort ins Herz zielen. Mag es auch anders intendiert gewesen sein, doch „Bauhaus Staircase“ ist beileibe kein Album, das Shantys und Schunkler aneinanderreiht. Dass OMD zu einem solchen Hit-Album imstande sind, haben sie längst bewiesen. Man denke nur an „History Of Modern“. Offenbar geht es bei „Bauhaus Staircase“ eher um die behutsame Verquickung von Elementen, an der OMD jahrzehntelang zu knabbern hatten. Das Ergebnis ist keineswegs sperrig, verlangt aber nach der Kenntnis des Gesamtwerks, um die Pralinen vom Baum zu schälen. Introvertiert und sentimental verweigern sich die Briten der Vereinnahmung. Sowohl von Seiten des Formatradios als auch von Seiten der Trendforscher. Die im Titel besagte Treppe weist den Weg, sowohl nach oben, nach unten, ins Querbeet. Somit hätten OMD einen würdigen Abschluss ihrer Karriere vollbracht. Aber die Zukunft bleibt offen – für Mysterien aus Anspruch, Gelassenheit und Drift.

Stephan Wolf

 

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Eine Story dazu findet Ihr im  Sonic Seducer 11/2023 + CD: Versengold + Sisters Of Mercy 5 S. exkl. Interview + OMD + Within Temptation + Mono Inc. + Vince Clarke (Depeche Mode, Erasure) + Lol Tolhurst x Budgie (The Cure, Siouxsie) + Lacrimosa – HIER bestellen!

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