Review

Artist: NODE

Titel: Sweatshops

Einer der in unseren Breiten absolut unbekanntesten italienischen Todesdiener gibt mit dieser Veröffentlichung seine Vorstellung auf der Bühne der metallischen Eitelkeiten. Node wurden irgendwann um ü92 herum gegründet, die Band hat bisher zwei Mini-CDs und ein ü98er Langeisen vorzuweisen – trotzdem kennt sie hier keiner. Das wird sich nun endlich ändern. Denn ihr aktuelles, in den schwedischen Underground Studios von Pelle Saether (Necrodeath, Carnal Forge, Terror 2000 etc.) aufgenommenes Album „Sweatshops“ bietet melodischen und sehr thrashigen Death Metal moderner schwedischer Schule, der sich als würdigende Reminiszenz an alte Helden wie Death, At The Gates und (neuere) Carcass erweist. Dies schließt diverse fein ziselierte Gitarrenornamente im Soundteppich des hörbar auf spielerische Klasse bedachten Quartetts ebenso mit ein wie immer wieder vorpreschende Geschwindigkeitsausbrüche. Mit Daniel Botti haben diese beständigen Italiener zudem auch noch einen sehr wandelbaren Shouter in ihren harten Reihen, der sich als wahres Stimmungschamäleon erweist und sich in gar schizophrener Weise mit einigem Können von einer Sekunde auf die andere zwischen stark differierenden Gefühlslagen sicher zu bewegen weiß. Ansonsten dominiert im Gesamtsound von Node wie erwähnt durchgehend von aggressiven Gitarren blitzsauber gespielter Death Metal nordischer Prägung, der einiges an Einfallsreichtum in sich entdecken läßt. Man hört den Musikern ihre langjährige Erfahrung deutlich an. Die haben einiges auf dem Kasten und die Band hat sich große Mühe mit dem neuen Album gegeben. „Sweatshops“ kann darum mühelos mit den besten Erzeugnissen so mancher hochgelobter Elchkiller mithalten. Und sie klingen doch auf ihre ganz eigene Weise. So sind Node für mich aufgrund ihrer aus der geographischen Lage heraus resultierenden Art zu musizieren auch von faszinierender und reizvoller Andersartigkeit. Tolles Teil.

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