Review

Artist: Nachtblut

Titel: Apostasie

Nachtblut „Apostasie“

(Napalm Records/Universal)
Die aus Osnabrück und Umgebung stammende Band Nachtblut bezeichnet sich selbst als „das Schreckgespenst eurer unheiligsten Träume“. Und in der Tat ist auch das neue Album „Apostasie“ kein Feelgood-Soundtrack. Die Atmosphäre ist beklemmend, die Stimmung düster und unheilvoll. Musikalisch wie auch textlich hart und manchmal auch in brutale Gefilde abdriftend. Songs wie „Scheinfromm“ oder „Amok“ sind stilistisch gute Fusionen von Eisregen und Rammstein und Titel wie „Der Tod ist meine Nutte“ und „Frauenausbeiner“ polarisieren schon beim Lesen. Dem Hörer wird damit schon die unbequeme Frage gestellt: Will ich mir das anhören? Tun sollte man es, denn Nachtblut verstehen es, auf ihre Weise wachzurütteln und dorthin zu treten, wo es richtig weh tut. Den Abschluss macht „Wat is denn los mit Dir“, die Coverversion eines Tracks von Deutschrapper Kollegah. Mal was anderes und irgendwie cool.
Christian Haase

Veröffentlicht: 10/2017

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Reviews

Nachtblut

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