Review

Artist: Moloko

Titel: Statues

Bei Moloko, der Band mit den mit Abstand meisten Einsätzen in meiner bevorzugten Cocktailbar, scheint erst mal Schluß mit lustig zu sein. Den Spaß-Appeal alter Moloko Hits wie “Indigo” oder “Fun With Me” sucht man auf “Statues” vergeblich, einen radikalen Stilwechsel muß jedoch niemand befürchten. Es scheint, daß das Leben auch am Duo Mark Brydon und Rosin Murphy (wieder fulminant von Paul Slowly am Schlagzeug und Eddie Stevens an der Elektronik und am Klavier unterstützt) nicht spurlos vorbeigezogen ist und Bedarf für eine, um es mal so zu nennen, ÔÇÜreifereÔÇÖ Platte geschaffen hat. Zum Opfer gefallen sind dieser Entwicklung leider die von vielen geschätzten experimentierfreudigen Minitracks. Dafür sind Titel wie “The Only Ones” derartig komprimiert mit Ideen vollgepackt, daß man über diesen Umstand getrost hinwegsehen kann. Während bei Kollegen vom Schlage Jimi Tenor Bezüge und Zitate aus der großen Samstag-Abend -Show-Welt primär nur ironisch gebrochen funktionieren, gelingt es Moloko, sich diese völlig unironisch anzueignen und zu nutzen. Wundert euch also nicht, wenn Rosie in naher Zukunft, begleitet von der Johannes Roloff TV Big Band, die Showtreppe herabgleitet. Manchmal siegen am Ende eben doch die Guten.

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