Review
Artist: MILA MAR
Titel: Picnic On The Moon
- Artist: MILA MAR
- Label/Vetrieb: Indigo, Strange Ways
Ein mit Spannung erwartetes Album (das vierte) von Mila Mar, einem der Hoffnungsträger guter, anspruchsvoller Musik aus deutschen Landen: Mila Mar, mittlerweile zum Duo geschrumpft, jedoch mit namhaften Gastmusikern der Inchtabokatables und der Guano Apes ausgestattet, gehen nun gänzlich kompromißlose Wege, die sich mit dem Vorgänger „Elfensex“ schon andeuteten. Vorbei die Zeiten, in denen man ausschließlich in eine Mittelalter-Ecke gedrängt wurde, was eigentlich nur der Song „Djanga“ zu verantworten hatte. Das neue Album bietet ethnische Rhythmen und außergewöhnliche Sangesspiele der Vokalistin Anke Hachfeld, in zeitgemäße Pop-Arrangements eingebettet. Oftmals keine leichte Kost, sollte diese CD erstens laut und zweitens mehrfach gehört werden. Denn leises ÔÇÜHintergrundhörenÔÇÖ könnte bei der neuen Mila Mar schnell dazu führen, daß man die zahlreichen balladesken Tracks als zu plätschernd empfindet. Die Ebenen in den Songs, die ganz klar von Weltmusik durchzogen sind, erschließen sich dem konzentrierten Hörer immer wieder durch den berühmten Gänsehauteffekt. BeispielüSchon der Opener „…In The Name Of“ gönnt jedem Körperhärchen einen eigenen Orgasmus ÔÇô immer dann, wenn sich die einzelnen Elemente des Songs verdichten und Anke zum finalen gesanglichen Schlag ausholt. ü¤hnlich geht es bei „Arabesque“ weiter, dem potentiellen Hit des Albums. Aber auch für Fans, die es etwas straighter mögen, haben Mila Mar durch die Bonus Remix-CD etwas in petto. Basics aus Drum & Bass und technoiden Elektrospielereien bestimmen hier das Geschehen, das nicht, im Gegensatz zum offiziellen Album, durch Ankes gesangliche Präsenz dominiert wird. Insgesamt ist „Picnic On The Moon“ eine traumhafte Produktion, an der man noch über die Jahre hinweg Neues entdecken kann. Tip!
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