Review

Artist: MIKE NESS

Titel: Cheating At Solitaire

Endlich ist er nach langen Jahren des Wartens wieder da, Mike Ness, Frontmann einer der bedeutendsten Orange County Punkbands, Social Distortion, mit der sich der schwerst-tätowierte Feinripp-Unterhemdenträger Mitte 1996 und dem Album “White Light, White Heat, White Trash” erst einmal abgemeldet hat, um sein erstes Solo-Werk einzuspielen, das nun mit “Cheating At Solitaire” vorliegt. Doch wer nun eine astreine Scheibe im Stile seiner eigentlichen Combo erwartet, wird mit diesem Album nicht so recht glücklich werden, das zeigen alleine schon die Gast-Musiker dieser Veröffentlichung. Natürlich kann sich der Frontmann und Sänger einer Band nie davon freimachen, auf Solo-Wegen keine Einflüsse seines Hauptprojektes einzubringen. Doch die Tatsache, daß “Cheating At Solitaire” auch ganz klar als Solo-Scheibe, und nicht als Social Distortion-Werk im Alleingang gemeint ist, wird schon beim Opener “The Devil In Miss Jones” deutlich. Statt Straight-In-Your-Face-Punkrock findet man samt und sonders Blues, Country, Folk und Rockabilly in Reinkultur, Musikrichtungen, die die Wurzeln von Ness, sprich Johnny Cash, Elmore, Hank Williams und viele andere, aufzeigen. Experimentell hat man sich das von Bob Dylan geschriebene “Don’t Think Twice” vorgenommen und selbst Bruce Springsteen und Brian Setzer werden auf “Cheating At Solitaire” vor das Mikro gebeten. Alles in allem ein sehr mutiges und spannendes Album des letzten wirklichen Punkers.

Veröffentlicht: 1999

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