Review
Artist: MALEVOLENT CREATION
Titel: Envenomed
- Artist: MALEVOLENT CREATION
- Label/Vetrieb: Pavement, Zomba
Die Florida-Boys von Malevolent Creation haben auf ihrem bereits siebten vollständigen Longplayer etwas von einem OP-Seziermesser. ü¤hnlich exakt wie jenes die Hautpartien durchfährt, schält sich auch der brutale Death Metal-Sound des Quintetts aus den Boxen. Mit dem kleinen Unterschied, daß Malevolent Creation nach ü»ffnen des Bauchraums die Axt rausholen und diese im Gedärm wüten lassen. Motor von „Envenomed“ ist Drummer Dave Culross, der sein Kit dermaßen versiert bearbeitet, daß man kaum glauben kann, daß hier keine Maschine im Einsatz ist. Der Typ beherrscht die gesamte Palette von monströsem Double-Bass-Geboller bis hin zu wahnsinnig schnellen Blast-Beat-Einschüben. Killer! Somit bereitet er den kongenialen Schädelspalter-Riffs, die auf „Envenomed“ mehr denn je eine ordentliche Slayer-Schlagseite besitzen, einen hervorragenden Nährboden. ü£ber all dem kontrollierten Gemetzel thront eines der vielleicht markantesten Organe der gesamten Szene, welches Bret Hoffman gehört, der hier eine seiner besten Arbeiten abliefert. Was der Typ an Schreien und Lauten drauf hat, ist einfach unglaublich, zudem zieht er manche seiner Töne wieder richtig laaaaang, was ja so etwas wie ein Trademark von Bret ist. „Envenomed“ stammt direkt aus der Hölle und ist derzeit zusammen mit Morbid Angels aktuellem Meisterwerk so etwas wie der absoluteste Pflichtkauf für Todesblei-Anhänger. Malevolent Creation haben all das, was den Death Metal auszeichnet, und das nun schon seit Jahren. Respekt!
Veröffentlicht: 2000
2000 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 2000