Review

Artist: Lingouf

Titel: Frequences Sensibles

Lingouf
„Frequences Sensibles“
(Ant-Zen)
Mit ihren atypischen grafischen Illustrationen sticht jede neue Lingouf-Veröffentlichung aus dem Ant-Zen Output heraus. Auch musikalisch hält das Projekt die ein oder andere Überraschung parat. Zum Einstieg zerbersten Beats unter SciFi-Melodien und die rabiat-technoide Abfahrt „Faim Du Monde“ zeigt mit fast zwölf Minuten Dauer zweierlei: Lingouf ist kein Freund kurzer Tracks und er weiß ganz genau, wie sich Spannungsbögen auch weit jenseits der 5-Minuten-Grenze halten lassen. Mit „Comme Le Dernier Écho Dúne Symphonie Qui S‘Eloigne“ wird ein Brückenschlag zwischen oldschool Synthpop und Hardcore Techno vollzogen. „Un Arbre“ zieht die Handbremse an und bringt Ethno-Elemente ins Spiel, während der Titeltrack den Hörer einem Stress-Test unterzieht. Den Abschluss macht ein Kreuzüber aus Breakbeats / Industrial HipHop, das im Verlauf seiner Dauer – das Album im Kleinen spiegelnd – mehr als eine ungewöhnliche Wendung vollführt. In Lingoufs Welt ist am Ende wenig so, wie es anfangs zu sein schien.
Sascha Bertoncin

Veröffentlicht: 10/2014

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