Review
Artist: LÔÇÖHam De Foc
Titel: Canco De Dona I Home
- Artist: LÔÇÖHam De Foc
- Label/Vetrieb: Sonifolk
Ein heißes Eisen: Beginnend mit dem ersten Song (natürlich) hatte ich den Eindruck, auf einem türkischen Basar zu sein. Nun gut, nichts gegen türkische Folklore, aber muß man das auf CD habenüUnd, oh Wunder, die Combo stammt aus Spanien, beschäftigt sich jedoch mit übergreifender Folklore aller Herren Länder, Epochen und Kulturen. Gehen wir das Ganze also mal faktisch an: Die Sängerin hat eine sehr wohlklingende, offensichtlich ausgebildete Stimme, die Produktion wirkt äußerst lebendig, die Instrumentenvielfalt erscheint schier endlos und auch das Album an sich äußerst vielseitig. Lauter Pluspunkte. Trotzdem: Ich kann mich nicht wehren, an ein Essen mit einem türkischen Bekannten erinnert zu werden, bei dem ich (scheintÔÇÖs) diese oder ähnliche CDs den ganzen Abend gehört habe. Jetzt mag man sich an die Werke von Dead Can Dance ihrer späteren Periode erinnern, in denen auch arabische und mittel- bzw. fernöstliche Einflüsse zu hören waren. Da war es aber doch eher in einen Song eingebunden und man hatte den Eindruck einer Interpretation anstelle nachgespielter Folklore (womit ich LÔÇÖHam De Foc nichts unterstellen will). Mein Fazit kann nur lauten: Wird nicht jedermanns Sache sein. Vom musikalisch-technischen Standpunkt her ist diese CD erste Güte, aber mich als jemand, der Folk immer aufgeschlossen gegenüber steht, hat sie wirklich nicht umgehauen, aber das haben seinerzeit die Voix Bulgares auch nicht. Gott sei Dank sind die Geschmäcker ja verschieden.
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