Review

Artist: KULA SHAKER

Titel: Peasants, Pigs & Astronauts

Was ist der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den Beatles und Mahatma GandhiüKeine wirklich schwere Frage und Kula Shaker die leichte und einzig richtige Antwort. Wiedergeburt, Kastenwesen & heilige Kühe hin oder her, gut drei Jahre haben sich die englischen Indi(a)-Rocker um Crispian Mills mit dem Nachfolger ihres bombastischen Debuts K” Zeit gelassen, um neue Stories und Melodien aus dem Lande der vielarmigen Elefantengötter dem Unkundigen kundig zu machen. Kaum sind die letzten Töne von großen Hits wie “Govinda” oder “Tattva” in Asia-Shops und Delhi-Läden verklungen, gibt es mit “Peasants, Pigs & Astronauts” wieder 12 Kula typische India-Folk-Rock-Nummern aus dem Turban geschüttelt. Im Gegensatz zum Vorgänger wurden die traditionellen indischen Einflüsse nochmal gesteigert und neben herkömmlichen Instrumenten leisten Orgeln, Flöten, Mundharmonikas und zahlreiche exotische Klang-Werkzeuge mit unaussprechlichen Namen Schwerstarbeit. Zeilen wie “This is the age of decay and hypocrisy” (aus “S.O.S.”) muten zwar beim ersten Hören nicht so sehr shanty an, doch schon beim nachfolgenden “Shower Your Love” verläuft alles wieder in gewohnten Bahnen. Auch musikalisch ist man wieder für die eine oder andere ü£berraschung gut. Neben den in Original-Sprache gesungenen Stücken (“Radhe Radhe”) läßt man sich wieder von großen Helden beeinflussen (“108 Battles” klingt erst wie Joy Division, dann nach Midnight Oil und schließlich nach Doors & Beatles, und alles in den ersten zehn Sekunden!). Ganesh sei Dank!

Veröffentlicht: 1999

1999 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 1999

Produkte