Review

Artist: KMFDM

Titel: Attak

Einen passenderen Titel mit den obligatorischen fünf Lettern hätte man für diese erhabene Veröffentlichung kaum wählen können, denn bei KMFDM stehen wieder alle Zeichen auf Sturm. Nach dem Split vor knapp drei Jahren und mehr oder weniger erfolglosen Soloprojekten unter dem Reziprok ÔÇÜmdfmk’ (Sascha Konietzko) bzw. gänzlich unbekanntem Namen ÔÇÜSlick Idiot’ (En Esch + Gitarrist Günther Schulz), besinnt man sich im neuen Jahrtausend auf alte Tugenden und besticht, alle Erwartungen befriedigend, durch kraftvolle Hooklines und Gitarrenriffs in Verbindung mit zumeist dominierenden, elektronischen Komponenten up to date, inklusive verzerrter männlicher Vocals plus weiblichen Support- wobei eine Re-Union Saschas mit En Esch leider ausblieb. Daß KMFDM eigentlich das Patent für den seit Jahren strapazierten Begriff “Crossover” für sich gebucht haben, ist leider weitestgehend unbekannt, dafür verdient “Attak” endlich höchste Aufmerksamkeit und ur-typische Songs wie “Dirty” und “Risen” einen Stammplatz in sämtlichen zukünftigen Hitlisten. Möglicherweise ändert sich ja auch alles mit diesem Album, aber wahrscheinlich bleibt die Band, die in den Staaten in einem Zug mit NIN und Ministry genannt wird und dort bisweilen Stadien zu füllen im Stande gewesen ist, das unterbewertetste, von den Medien zum Ritualmorden animierend abgestempelte und nur von Insidern geschätzte Projekt, welches es bisher immer war- und das wäre mehr als schade. Uneingeschränkt zu empfehlen!

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