Miguel de Pedro ist ein gerade der Pubertät entwachsender Scherzkeks wie er im Buche steht, den man einfach nichts krumm nehmen kann – andernfalls könnte man über Späße wie den japanophilen Opener „Chart Breaking Top Hit“ wahrscheinlich wohl nur müde lächeln. Und nachdem bereits gegen Markus Popp verbal ausgeholt wurde bekommt nun Luke Vibert sein Fett weg („Luke Vibert can kiss my indi-punk whiteboy ass“). Scheinbar gehört diese Großmäuligkeit irgendwie mit zum Konzept, dabei hätte Kid606 dergleichen gar nicht nötig, denn die krude Mischung aus digitalem Hardcore und fiesen Breakbeat-Gewittern plus hohen Lärmfaktor läßt Alec Empire und die DHR-Posse ziemlich im Regen stehen (von Heerscharen namenloser Epigonen mal ganz zu schweigen) und ist zudem ein schönes Beispiel dafür, daß der Einsatz des Powerbooks nicht zwangsläufig im Understatement enden muß. Auf die Beantwortung der Frage, ob de Pedro es bei Konzerten auch standesgemäß zertrümmert, bin ich auf alle Fälle gespannt.
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