Review
Artist: JASON DOWN
Titel: White Boy With A Feather
- Artist: JASON DOWN
- Label/Vetrieb: Jive, Zomba
Bands wie Bran Van 3000 und Jason Down beweisen: es gibt ihn wieder, den Begriff Crossover. Wird selbiger auch gerne mit der Welle Anfang der 90er, Gitarren- und HipHop-Musik zu verbinden, assoziiert, impliziert die wörtliche Bedeutung an sich eigentlich nur eine ü£berschreitung von musikalischen Genregrenzen. Wo exakt der Ansatzpunkt dieses Nachwuchsmusikers liegt: Folk mit chilligen HipHop-Rhythmen zu verbinden und einen aufgrund seiner nervigen Tonlage nicht wirklich nötigen, aber manchmal durchaus passenden Rapper einzubinden, das hat schon was. Die Vermengung der unterschiedlichsten Einflüsse durfte der aus Maryland stammende Geschichtenerzähler allein aufgrund seiner Herkunft deutlich am eigenen Leibe gespürt haben: als Halb-Cherokee in einem Land aufzuwachsen, welches immer noch tunlichst die Schandtaten der europäischen Einwanderer unter den Teppich zu kehren versucht, macht die Identitätssuche innerhalb der ohnehin schon leidigen Pubertät auch nicht leichter. So entflammte in eben jenem Alter seine Liebe zur Musik, genau genommen zu den Classics wie Aretha Franklin, Dusty Springfield und John Lennon, später überlappt von der Begeisterung für die eingängigsten HipHop-Größen wie den Beastie Boys. Im ganzen betrachtet ist Mr. Downs Debüt dabei leider recht unspektakulär, doch durchaus ausbaufähig ausgefallen, so daß man jetzt schon gespannt auf den sicherlich noch reiferen Zweitling warten sollte.
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