Review

Artist: Introspect Void

Titel: Behind The Fallen Moments Of Time

Introspect Void „Behind The Fallen Moments Of Time”

(Latex Records)
180 Likes nach vier Alben in zwanzig Jahren. Mit dieser Facebook-Bilanz ist man entweder der geheimste aller Geheimtipps oder – schlecht. Was den neuesten Output aus der Schmiede des Musikerkollektivs betrifft, schlägt das Pendel relativ mittig aus. Dass Introspect Void durchaus etwas drauf haben, zeigt beispielsweise sogleich der mitreißende Opener „Adeptus Ionic“, der mit sinistren Vocals, einer prägnanten Hookline und vertrackten Klangteppichen Großes erahnen lässt. Die beiden folgenden Tracks können da nicht mehr ganz mithalten und saugen „Behind The Fallen Moments Of Time” allmählich in jenes schwarze Loch, dem Introspect Void einen Gutteil ihrer Albumthematik gewidmet haben. Verloren in der Schwerelosigkeit gibt es anschließend kein Halten mehr: Mit leider zunehmend verquasterem Sound huscht die Band an abseitigen Planeten wie Detroit Techno und Psy-Trance vorbei, nicht ohne jeweils einen ausgiebigen Zwischenstopp einzulegen. Leider gerät das gesamte Albumgefüge dadurch derart ins Wanken, dass in der Folge keine Kurskorrektur mehr möglich ist und Introspect Void sich in den Weiten des Weltalls verlieren. In einigen Jahren werden wir vielleicht wissen, ob sie die Kurve noch einmal gekriegt haben.
Marc Urban

Veröffentlicht: 07/2017

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