Review

Artist: In Letter Form

Titel: Fracture. Repair. Repeat

In Letter Form
„Fracture. Repair. Repeat.“
(Metropolis/Soulfood)
Innere Zerrissenheit und Konflikte liefern nicht nur den textlichen, sondern auch den musikalischen Dreh- und Angelpunkt für das neue Album der kalifornischen Postpunks In Letter Form. Treibende Drumrhythmen, ein dominanter Bass und ein ryhthmisch-melodischer, manischer Gesang, der stellenweise an She Wants Revenge erinnert, verleihen den Songs auf „Fracture. Repair. Repeat.“ einen unverkennbaren Sound. Deutlich zurückgenommen sind die Einflüsse, die offensichtlich das exzessive Hören von Joy Division noch aufs erste Album hatten. Obwohl… „Reflecting The Rain“, einer der eingängigsten Songs, kann seine Verwandtschaft mit älteren New Order-Stücken in Gitarren- und Bassläufen kaum leugnen. Der tiefmelancholische, aber ebenso melodische Song übers Abschiednehmen dürfte ebenso zum Hit taugen wie „High Line“, bei dem es um die Endlichkeit der Liebe geht. Das Quartett aus San Francisco versteht es, traurige Songs in ihrer vollen Schönheit und Erhabenheit erstrahlen zu lassen – so dass man sich am Ende nicht niedergeschlagen, sondern getröstet fühlt.
Georg Howahl

Veröffentlicht: 06/2016

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