Review

Artist: IGGY POP

Titel: Beat 'Em Up

Iggy Pop – “keine Generation ist von ihm verschont geblieben!” schreibt das Platteninfo über den hageren und narben-übersähten und scheinbar auch nicht tot zu kriegenden Rocker, der mit “Beat ‘Em Up” sein ungefähr 20.000. Album in ca. 80 Arbeitsjahren veröffentlicht. Tatsächlich sind die von dem Ex-Stooges Sänger verschonten Generationen an einer Hand abzuzählen und natürlich längst fast vollständig verstorben oder zumindest alters-dement. Pop – so scheint es zumindest – überlebt sie alle und verschont mit seinen unglaublich belanglosen und dem puren Selbstzweck dienenden Alben niemanden, uns eingeschlossen. Dabei kann es ihm keiner so richtig übelnehmen, sich von Zeit zu Zeit an halbgaren Platten zu versuchen, die zwar beim engsten Fankreis regelmäßige Jubelstürme erzeugen und punktuell sogar zu kleineren Hits führen, ihm die jährliche Eintrittskarte zu Veranstaltungen wie den MTV-Awards oder den Grammys sowie die nötigen Groupies sichern und auch sonst ganz gut die verbleibende Brenndauer des pop’schen Lebenslichts mit ordentlich Action füllen, doch vermissen würde ihn wohl eigentlich niemand. Aus vorgenannten Fankreisen würde es wohl zu “Beat ‘Em Up” heißen, Iggy “zöge wieder voll vom Leder, pure Rockpower” mit richtig positionierten “Balladen zwischen den typischen Abgeh-Nummern” (siehe auch entsprechende Fankreis-Kommentare über die Rolling Stones, Marius Müller-Westernhagen, Herbert Grönemeyer und Klaus Lage). Doch irgendwann wird (hoffentlich) auch dieser Jungbrunnen zum Wohle kommender Generationen auf ewig versiegen. Nur wer heute auf altbackenen Opa-Rock steht, sollte sich auch das neueste Iggy-Ding unbedingt impulskäufermäßig zulegen.

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