Review
Artist: I Break Horses
Titel: Chiaroscuro
- Artist: I Break Horses
- Label/Vetrieb: n/a
I Break Horses
„Chiaroscuro“
(Bella Union/[PIAS] Cooperative/Rough Trade)
Zwar deutet der Name „Chiaroscuro“, den Sängerin Maria Lindén ihrem zweiten Album gegeben hat, auf den Wechsel von Licht und Dunkel hin. Doch die Stimmung der Musik lässt nicht viel Platz für Licht. Oder vielleicht: Höchstens für Scheinwerferblitze, denn herausgekommen ist ein düsteres Dancealbum, das stellenweise an die Sounds von The Knife erinnert, aber doch stets eingängiger ist als der der obskuren schwedischen Landsleute. Ein echtes Juwel hat Lindén mit der langsamen Tanzflächenhymne „Denial“ geschaffen, zu der jeder Tänzer am liebsten die Augen schließen möchte, um in den Synth-Landschaften zu schwelgen. Eine ähnlich verträumte Atmosphäre erschafft Lindén mit „Ascension“, jedoch sind beide Songs vielleicht ein wenig zu langsam für eine Clubnacht. Die richtige Geschwindigkeit jedoch erreicht „Faith“, das mit einem guten Groove eine schnellere Gangart einlegt. Und schließlich gibt es noch verschrobene, bizarre kleine Meisterwerke wie „Medicine Brush“ oder „Heart To Know“, die ganz auf Atmosphäre angelegt sind und einen düsteren Sog entwickeln. Es wirkt, als wären I Break Horses seit ihrem Debüt „Hearts“ im Jahre 2011 in ein schwarzes Loch gefallen. Hoffentlich bleiben sie dort und kreieren mehr Sound wie diesen.
Georg Howahl
Veröffentlicht: 02/2014
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