Review

Artist: Hologram_

Titel: Amen: Requiem For Heart Fragment

Hologram_ „Amen: Requiem For Heart Fragment”

(Audiotrauma/Ant-Zen)
Einzigartiges: Es liegt in der Natur eines Künstlers, dieses zu kreieren. Den wenigsten gelingt es. Vor zwei Jahren ging ein Raunen durch die experimentelle Elektronik-Szene, die sowieso von Freigeistern und Unerschrockenen bevölkert wird. Es tauchte doch tatsächlich ein Typ auf, Martin Delisle, der ein Album namens „Geometrical Symbols“ veröffentlichte und darauf Ungehörtes und Unerhörtes zu Gehör brachte. Albtraumhafte Filmmusik, filigrane Neoklassik und Elemente von IDM kreuzten heftige Noises, Dubsteps und Break Beats mit einer Produktion, die Scheiben bersten ließ. Wer ist dieser Typ, fragten sich die Konsumenten. Wie bekomme ich ihn in mein Boot, rätselten zudem diverse Musiker, die mindestens an einem Remix interessiert waren oder gar an einem gemeinsamen Projekt, wie es dann auch mit Architect und Sonic Area zustande kam. Hier ist zweifellos ein Meister des Fachs am Werk, der sowohl eine sprudelnde musikalische Ader hat als auch einem Rhythmusmonster entstammen muss. Und das Beste: Er macht so weiter. „Amen…“ bohrt sich in den Kopf, schmeichelt sich in das Herz, zerrt an den Beinmuskeln. Das Konzept ist nun natürlich nicht mehr ganz neu, doch der Gesichtslose bemüht sich um neue Ansätze wie in dem auf Sequenzern basierten „Thirteen Theorems“ oder „Coda Sphera“, das an alte Berliner Schule angelehnt ist.
Jörn Karstedt

Veröffentlicht: 12/2016

Hier findest du Sonic-Seducer Ausgaben aus dem Jahr 2016

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