Review
Artist: Hell Boulevard
Titel: Made In Hell
- Artist: Hell Boulevard
- Label/Vetrieb: NoCut
Der Songtitel „Why Did It Get So Dark?“ ist eine berechtigte Frage: noch dunkler, noch härter, noch elektronischer, noch freier von Genre-Konventionen. Die neue Hell-Boulevard-Platte ist in jeder Hinsicht ein Schritt nach vorn. Die zehn Songs vereinen den bekannten Dark-Rock- und Metal-Sound mit unterschiedlichsten Elementen, die von kräftigem Nu Metal bis zu modernen Trap-Einflüssen reichen. Klar, die wuchtige Elektronik war schon immer ein wichtiger Teil von Hell Boulevard, doch hier wirkt sie noch zeitgemäßer und präsenter. Als Quasi-Gegenpol dazu dienen sinfonische Elemente, die einigen Tracks fast schon ein barockes Flair verleihen und immer mal wieder Soundtrack-Feeling in die Scheibe bringen. Ansonsten ist alles wie gewohnt: Frontmann vDiva betört mit tiefem, rauem und sexy Timbre, die Gitarren, Bässe und Drums braten wuchtig alles darnieder, und die Songs bestechen durch enorme Eingängigkeit. Ein dichtes Album, dem man die Experimentierfreude deutlich anhört, das jedoch nie so weit geht, dass es ernsthaft Fans früherer Scheiben verschrecken würde. Scheint also ein ganz cooler Ort zu sein, diese Hölle.
Sascha Blach
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