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Artist: GRETA SCHLOCH

Titel: Jack The Jochen

So seltsam wie der Titel ihres möglicherweise ersten Albums, so seltsam ist auch die Frau hinter Greta Schloch, die, wie das Booklet Auskunft gibt, ebenfalls Greta Schloch heißt und, wenn das Bild im Booklet echt ist, gar nicht mal so übel aussieht, wie es der Song Alter” (bekannt vom bekannten “Sozialamt bezahlt doch.”-Plattenmeister-Labelsampler) nahelegt. Zur verstimmten Akustik-Gitarre lallt man mit Hamburger Akzent “…lieber ‘ne Flasche Bier als Freund, als ‘ne Flasche als Freund…”, verfällt dann mit “Im Zoo” in Otto Waalkes-mäßigen Low Budget-Humor, schwenkt abrupt mit “Der Däne Mark” in noisigen Garagen-Sound, um zum Finale wieder NDW-ähnlichen Minimal-Electro mit preiswerten Preset-Drum-Patterns und charmant unsinnigen bis völlig blödsinnigen Texten darzubieten. Und das Ganze auch noch mit einer Konsequenz, die sicherlich im deutschsprachigen Musikland zwischen Silberstedt (bei Flensburg, home of the mighty Plattenmeister Label) und Herrsching (bei München, home of the mighty Michael Schäfer) seit den frühen 80er Jahren Gott sei Dank in der breiten Masse als ausgestorben gilt. Ernst nehmen sollte man weder Inhalte noch Songs wie “Mutter Therasa” (kein Druckfehler) oder “Schabernack” jedoch auf keinen Fall, vielmehr regt “Jack The Jochen” mit seinen skurrilen Alltagsbeobachtungen zwischen frühen Foyer Des Arts und Fischmob immer wieder verstärkt zum Schmunzeln an und wird leider höchstwahrscheinlich nur von einer verschwindend geringen Minderheit gebührend anerkannt werden. Schade eigentlich!

Veröffentlicht: 2000

2000 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 2000

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