Review

Artist: Graveshadow

Titel: Ambition’s Price

Graveshadow „Ambition’s Price“

(M-Theory Audio)
Schuster, bleib bei deinen Leisten! So abgedroschen das Sprichwort auch ist – „Ambition’s Price“ von Graveshadow ist ein Paradebeispiel dafür, wie unsaubere, unausgearbeitete Stilmixe ein solides Album verhunzen: Auf das symphonisch-epische Keyboardintro und den glasklaren Gesang von Frontfrau Heather Michele in „Doorway To Heaven“ folgt schnell die Ernüchterung: Nämlich bügelt die sterile Produktion gerade die härteren, trashigen Passagen derart glatt, dass nur ein krachendes Rauschen hinter den Leadinstrumenten zurückbleibt und diese instrumental matschig und kraftlos klingen lässt. Ein Muster, welches sich durch die restlichen Songs zieht und allenthalben den poppigeren Stücken wie „Widow And The Raven“ Eingängigkeit verleiht. Ebenfalls überzeugt Heather Michele als Growlerin nicht halb so sehr wie im Klargesang. So wirkt ihr gutturaler Gesang derart kraftlos und gepresst, dass er mehr nach einem Krächzen klingt. Zwar ist die Scheibe der Amerikaner kein totaler Reinfall, doch verleidet die aufgezwungene Härte das Hörerlebnis erheblich.
Leoni Dowidat

Veröffentlicht: 04/2018

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