Review

Artist: GOETHES ERBEN

Titel: Nichts bleibt wie es warÔÇØ

Eins bleibt im Zusammenhang mit Goethes Erben doch: Die Schwierigkeit, ihre Werke in Worte zu fassen. Sechzehn Tracks umfaßt das neue Album, dessen Veröffentlichung für den 29.10.2001 vorgesehen ist. Die vorgenommene Einteilung in „Zeit nachzudenken“, Tracks 1-5, „Zornige Utopien“ (6-12) und „Resümee“ (13-16), leistet eine gewisse Hilfestellung, sich den Stücken anzunähern, denn die Lieder der ersten Gruppe muten sanfter an als die der letzten, obgleich der zuvor als Single ausgekoppelte Opener „Der Eissturm“ ob seines tanzbaren, stringenten Rhythmuses nicht wirklich als sanft zu bezeichnen ist, denn hier kommen die Gastmusiker an den Instrumenten Geige, Schlagzeug, Gitarre und Baß nicht hörbar zum Einsatz. An anderer Stelle sehr wohl, wodurch sehr warme Momente entstehen, die für die Frühphase der Band nicht typisch sind. Naivität mag man den Kompositionen von Mindy Kumbalek und Oswald Henke nicht vorwerfen, simple Melodien mit schlichter Instrumentierung, die an Kinderlieder erinnern, sind dagegen ein wiederkehrend auftauchendes Element, wenn auch längst nicht mehr so häufig wie einst. Auch verstörende Klangalpträume gab es immer mal wieder, hier „Zimmer 34“ in beängstigender Länge. Insgesamt also ein Album, das gut in das Goethes Erben Universum paßt. Das Auftauchen von Peter Heppner außerhalb Wolfsheims wird angesichts der Häufigkeit beinahe zur Normalität, das Zusammenspiel mit Oswalds ebenso, und doch ganz anders, ausdrucksstarker Stimme wird zu den besseren Kollaborationen zählen, „Glasgarten“ wurde als Single ausgekoppelt. Live gehört „Nichts bleibt wie es war“, eine ins Deutsche übersetzte Version von Still Silents „Shockwaved“, schon seit längerem zu den Höhepunkten, den es nun auch als Studioversion gibt. Und nach knapp 1400 Zeichen ist noch immer kein Wort zu den Texten gesagt worden. Vielleicht nur so viel: Sie sind eine Welt für sich, längst nicht immer Darsteller einer schönen Welt, aber eine Welt mit Wirkkraft für unser aller Welt. Schön, daß die vor einigen Monaten aus erster

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