Review

Artist: Gary Numan

Titel: Hybrid

Wenn man bedenkt, daß Gary Numan vor knapp 15 Jahren schon mal fast den Karrierenullpunkt gestreift hat, ist es nahezu beeindruckend, wie der Mann in den letzten Jahren wieder die Kurve gekriegt hat. Zwar hat er keine Nummer 1-Hits mehr wie in den seligen 70ern, sein von Respektsbekundungen seitens der Herren Manson, Reznor und Bell angeschubste Comeback als rundum erneuerter Electrorocker hat ihn jedoch wieder zurück ins Tagesgeschehen befördert und ihn sein 25jähriges Bühnenjubiläum in Würde und mit beiden Beinen auf der Bühne verbringen lassen. Als symbolische Markierung für diese denkwürdige Datum hat er nun mit „Hybrid“ eine 2CD am Wegesrand stehen lassen, an der man nicht ungeachtet vorbeischnellen sollte. Auf dieser hat sich Numans näherer Bekanntenkreis, namentlich die Sulpher-Jungs, Flood, Andy Gray und Rico, Alan Moulder, Curve und Mark Gemini Thwaite (Tricky/ The Mission) über seinen Fundus hergemacht und dem teilweise schon recht betagten Stoff noch eine Menge entlocken können. So haben sich Curve über „Down In The Park“ hergemacht und dem Song etwas typisch Britisches zwischen Bristol und Britpop verpaßt, während Sulpher es in ihrer Version eher krachen lassen. Flood hingegen nimmt bei „Cars“ rigoros den Fuß vom Gas und verleiht der Paranoia-Hymne einen geradezu schlafwandlerischen Touch. Andy Gray setzt mehr auf Modern Rock und setzt „Absolution“ in einen epischen Kontext mit breitwandiger Produktion. Das ebenfalls von Sulpher geschusterte Titelstück könnte so von „Spray“ stammen und zeigt erneut, daß die wahre Stärke von Rob Holliday und Monti im Mid-Tempobereich liegt. „Hybrid“ wartet mit einer enormen stilistischen Bandbreite auf, trotzdem klingt die Sammlung von Remixen, Neuinterpretationen und den drei neuen Stücken „Crazier“, „Ancients“ und „Hybrid“ wie aus einem Guß. Das spricht nicht nur für die Zeitlosigkeit NumanÔÇÖschen Schaffens sondern auch dafür, daß Numan es durch seine künstlerische Reinkarnation geschafft hat, auch heute noch von Bedeutung zu bleiben und in dem Genre, dessen Erfinder er maßgeblich inspiriert hat, im Kreise seiner geistigen Söhne ein neues Zuhause gefunden hat. Zeichnet diesen Mann endlich für sein Lebenswerk aus!

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