Review
Artist: GAIL OF GOD
Titel: Severed
- Artist: GAIL OF GOD
- Label/Vetrieb: Apollyon, EFA
Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht – so oder ähnlich lautete das Fazit, das Clausen vor vielen Monden über „Fifth Angel“, das Debüt der Holländer um Gail Liebling zog. Wer jetzt aber glaubt, bei Gail Of God handelt es sich um eine bloße Marilyn Manson-Tribute-Band, liegt trotz aller soundtechnischer Parallelen und stimmlicher Selbstquälereien, die uns „Severed“ auftischt, dann doch falsch. Zu bohrend und sich den perversen Mosh-Gelüsten der beautiful people entziehend klingen Gail Of God, und dank voluminöser Electro-Anteile in der Produktion läuft „Severed“ auch nicht gegen die Wand wie einige andere Releases aus diesem Bereich in letzter Zeit. Der vom neuen Label angekündigte ÔÇÜbrachiale Industrial Metal‘ klingt für meine Ohren zwar anders, wobei ein wenig mehr Brachialität vielleicht auch eher verhindern würde, daß Lieblings schnarrendes Organ mitunter als Hemmklotz fungiert – doch trotz einiger Mängel verblasen Songs wie „Human“ oder „Here I Am“ eine neugewonnene Tiefe, mit der Gail Of God sich bald aus dem Schatten der übermächtigen Vorbilder werden lösen können, wenn’s so weitergeht. Bis dahin viel Vergnügen beim kriechstromigen Katakomben-Wave für metallene Individualisten.
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