Review

Artist: GAIDEN

Titel: Walking On Wires

Alle Welt wartet auf neues Material von Front 242, aber außer Tonnen von Remixen und Livematerial gibt es seit Jahren nichts, was eine weitere Existenz dieser Formation rechtfertigen könnte. Mittlerweile stellt sich sogar bei vielen Fans ein Gefühl des „Verarschtwerdens“ ein, da schließe ich mich nicht aus. Aber halt! Jeder der Bandmembers werkelt(e) an irgendeinem Soloprojekt herum, sei es Jean-Luc, der sein unverwechselbares Stimmorgan beinahe inflationär über mittelmäßige bis gute Elektronik streute, oder Richard 23, der sich vergeblich um Aufsehen mit Holy Gang und LaTchak (is in the house) bemühte. Schlecht war und ist das alles nicht, ein befriedigendes Gefühl will sich jedoch nicht einstellen, es fehlt der schlecht zu definierende letzte Schliff, den sie als Band jeder Platte gaben, ob das dann in die eigens definierte Schublade EBM paßte oder nicht. Patrick Codenys, 242-Gründungsmitglied und Genie im Hintergrund, war ebenfalls nicht untätig und bastelte im letzten Jahr zusammen mit Steve Stoll (u.a. bei Sister Machine und KMFDM tätig) an fiesem Stoff, den man sich jetzt unter dem Projektnamen Gaiden reinpfeifen darf. Da im Vorfeld diesbezüglich rein gar nichts angekündigt wurde, kann man sich ohne jede Erwartung auf „Walking On Wires“ stürzen, was auf jeden Fall von Vorteil ist. Wenige Minuten Beschallung sind ausreichend, um mit Gewißheit eines Vorwegzunehmen: Hier sind Profis dabei, das stagnierte Technogenre aus dem Tiefschlaf zu reißen. Bewährte, jedoch in minimaler Reinform mittlerweile belanglose Techno-Elemente, bekommen durch die Verbindung mit brachialem Industrial ein dermaßen dreckig-treibendes Gesicht, daß man auf seine Füße gerissen wird und der Blutdruck in alarmierende Höhen donnert. Auf stimmliche Unterstützung wird dabei gänzlich verzichtet, ausreichende Variabilität in der Benutzung von aggressiven Percussions und mit Hinblick auf Brutalität arrangierte Sounds drängen jedoch jeden Anflug von Monotonie ins Abseits. Innovation hin oder her, m

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