Review

Artist: FAUST

Titel: Freispiel / Ravvivando Remix (MCD)

Krautrock in Zeiten der elektronischen Postfächer ist und bleibt – zumindest in Deutschland – eine undankbare Angelegenheit. Sämtliche Reunions der selbsternannten kosmischen Kuriere und tapferen Neu!-Wiederveröffentlichungen wurden durchweg im Ausland mehr bejubelt als hierzulande, Bands wie Appliance, Tortoise oder Blur kriegen sich nicht ein vor Einflußbeteuerung – nur in der Heimat nahm niemand wahr, daß sich die semi-legendären Faust vor zehn Jahren reformierten und ’99 mit „Ravvivando“ ein entsprechend wenig beachtetes Comeback aufnahmen. (Sie machten es zumindest geschickter als eine Can-Splittergruppe, die Anfang der Neunziger mit ihrem instrumentalen Koma-Ding Neurocheck gewaltig auf die zerfressene Nase fiel.) Und damit das sich endlich ändert, wurden für das vorliegende Remix-Projekt „Freispiel“ keine Namen und Mühen gescheut. Die Residents, Howie B., Daniel Miller & Gareth Jones (ach, diiie stecken hinter den omnipräsenten Sunroof-Mixen), Dave Ball von Soft Cell oder Dead Voices On Air dürften – da Ausländer – Schlange gestanden haben, um das untergegangene Werk neu abzumischen. Ein kosmisches Kommando mit unterschiedlichen Resultaten. Auch deutsche Eingeweihte dürfen ran, aber die haben die Sache wie üblich nicht verstanden: Mathias Schaffhäuser, Kreidler und Funkstörung liefern neuelektronische Masturbation ohne Gebrauchswert. Am besten weg kommen hier noch Dax & Pieper, die „Four Plus Seven Means Eleven“ einen unerwarteten Kick versetzen und als altbewährte Kräfte Dave Ball und Ingo Vauk (namentlich Gel), deren Version von „Wir brauchen dich # 6“ zwar immer lang und länger wird, aber einen gehetzten Drive mit wunschgemäßer Komatösität verknüpft. Und deswegen auch als Maxi erscheint, obwohl sich die vier fast gleich langen Mixe so gut wie gar nicht voneinander unterscheiden. Eine Auskopplung, die Lust auf mehr elektronischen Hirntanz macht, was aber auf „Freispiel“ dann nur sehr bedingt eingelöst wird. Bestenfalls halbinteressant.

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