Review
Artist: Failure
Titel: Location Lost
- Artist: Failure
- Label/Vetrieb: Failure Records
Alternative Rock trifft auf Post-Punk trifft auf Pop. Mit ihrem siebten Album „Location Lost” setzen Failure einen weiteren Stein in ihr Gebäude aus träumerischen Sounds, nachdenklichem Gesang und ungeheuer guten Melodien. Wenn ein Song wie „A Way Down” dunkler klingt und sich mit seinen melodischen Bassläufen zum einen in Richtung The Cure verneigt, zum anderen aber auch Sänger Ken Andrews von seiner leidend-grungigen Seite zeigt, könnte alleine das als gutes Beispiel für die Vielfalt der Band dienen – aber dabei bleibt es nicht. Paramores Hayley Williams ist als Gastsängerin in einer ungewohnten Rolle zu hören, sie darf nämlich als zweite Stimme in der minimalistischen Ballade „The Rising Skyline” gemeinsam mit Ken ihre zarte Seite zum Vorschein bringen. „Location Lost” ist ein fast 40-minütiger Traum-Soundtrack mit viel Geduld – ein Album, das bewusst entschleunigt. Das Album hat eine erstaunliche klangliche Klarheit, die vor allem in den abschließenden, ambient-artigen Momenten wie etwa „Moonlight Understands“ ihre volle Wirkung entfaltet.
Masi Kriegs
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