Review

Artist: EMINEM

Titel: The Marshall Mathers LP

Nachdem americas most wanted so ungefähr alle erdenklichen Preise und Awards mit dem letztjährigen Vorgänger „The Slim Shady LP“ gründlich abgeräumt hat, läßt der weiße Rap-Rüpel mit seinem neuesten Werk wieder verschärft die Korken knallen. Hatte man sich in der jüngsten Vergangenheit nicht ganz werbeunwirksam mit ungefähr allem und jedem angelegt, was nicht rechtzeitig auf die Bäume kam (letzter Streich: Zusammen mit Metallica verklagte man den US-mp3-Download-Giganten Napster auf mehrere Millionen Dollar Schadensersatz wegen Copyrightverletzung), so rechnet Dr. Dres musikalischer Ziehsohn nun auf seiner „Marshall Mathers“-Platte ganz offiziell und verbal wenig zurückhaltend mit sich und seiner Hood ab. „Slim Shady does not give a fuck what you think…,“ schallt es gewohnt großmäulig auf dem „Public Service Announcement 2000“ entgegen, doch Rapper, HipHopper und echte Homeboys dürfen das, ja, müssen das sogar. Und erst recht Eminem, der auf seinen autobiographischen Kreuzzügen mit tief ins Gesicht gezogener Strickmütze auf 18 bitterbösen Stationen durch die bunte Welt der Rap-Stereotypen irrt, seinen Ex-Freundinnen ebenso wie Christina Aguilera, Britney Spears, seinem Plattenboß und nicht zuletzt der eigenen Mutter gar Unschmeichelhaftes widmet („The Real Slim Shady“), den Medien samt und sonders den Krieg erklärt („The Way I Am“) und per expliziter Lyrik dem Kollegen Puff Daddy das Kompliment macht, Herzensdame Jennifer Lopez wäre die einzige Frau im Show-Biz, die man auch ohne Kondom glücklich machen würde („I’m Back“). Die New Kids On The Block bleiben nicht verschont („Marshall Mathers“) und sogar der ermordete Modezar Gianni Versace kommt zu post-mortalen Rap-Ehren („Criminal“). Mit anderen Worten: Alles im grünen Bereich bei Mr. Eminem, der mit „The Marshall Mathers LP“ wieder eine der besten Veröffentlichungen des laufenden Jahres vorgelegt hat, wenn auch die Klagen prasseln werden. But who gives a fuckü

Veröffentlicht: 2000

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Reviews

EMINEM

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