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Artist: DANZIG

Titel: Satans Child

Wenn man einmal ehrlich in sich hinein horcht, so hatte man Glenn Danzig seit spätestens seinem letzten und gelinde gesagt absolut mies gelaufenen Album mit fetten Lettern auf die Abschußliste gesetzt. Um so überraschender nun die Auferstehung des Götzen sämtlicher Fleischereifachverkäufer(innen) und Fitnessstudio-Trainer(innen). Denn mit seinem neuen Output gibt das Kind des Teufels nach sehr, sehr langer Zeit auf eigenem “Evillive”-Label wieder so dermaßen Gas, daß einem Hören und Sehen vergeht. Vorbei sind die schon im Ansatz gescheiterten Versuche, auf plumpe und hausbackene Art neuzeitliche Einflüsse in den althergebrachten bluesigen Metal mit einzubauen. Vielmehr hat der wandelnde Kassler seit neuestem seine Fehler eingesehen und geht mit “Satans Child” so weit auf dem steinigen Pfad seiner Musik-History zurück, daß einem schon fast die Freudentränen in den Augen stehen vor so dermaßen viel old-skooligem Dunkelmetal und Erinnerungen wach werden an erste Hörerlebnisse mit “Danzig” oder “Lucifuge”. Die Gitarren dehnen sich zäh und mürbemachend über Songs wie “Lilin” aus, hypnotisierendes Gitarrenspiel verwirrt die Sinne (“Firemass”) und über allem liegt die unnachahmliche Stimme des Misfits- und Samhain-Gründers. Selbst wenn man sich bei manchen Songs noch über die merkwürdig kehlige Art des Gesangs wundern wird und auch eine gewisse Zeit braucht, sich an die Songs zu gewöhnen, so wird mit “Satans Child” doch deutlich klar, daß mit Danzig in Zukunft endlich wieder als feste Größe im Metal gerechnet werden darf.

Veröffentlicht: 1999

1999 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 1999

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