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Review

Artist: CULT

Titel: Beyond Good & Evil

Mein Gott! Das ist eine Wiederauferstehung im wahrsten Sinne des Wortes. In den Neunzigern zu Grabe getragen, sind The Cult zurück und klingen so frisch wie zu seligen „Sonic Temple“-Zeiten, mit dem fetten Sound eines Rammstein-Albums. Wahrlich ehrfurchteinflößend, mit diesen Worten läßt sich „Beyond Good & Evil“ treffend beschreiben. Da haben wirklich drei um die 40jährige ein Album zusammengezimmert, daß Jungs zu Cowboys und Mädels feucht im Schritt macht. Zwölf Songs, die jeder für sich das in sich vereinen, was man immer an den Hits der Blutsbrüder Duffy und Astbury geliebt hat – bis hin zum groovenden Shaker im Chorus. Hier stimmt einfach alles, „Beyond Good & Evil“ läßt den Mythos The Cult wieder aufleben, als wären sie nie etwas anderes als coole Götter gewesen. Bereits der Blick auf die Tracklist läßt großes erahnen: „War“, „Rise“, „American Gothic“, „Black California“, „Take The Power“, das sind große Worte, wie man sie von Ian Astbury gewohnt ist. Während so ziemlich jeder andere Rockshouter sich und seine Kapelle mit Choruszeilen wie „I Am The Saint“ gnadenlos zum Verriß freigeben würde, bringt Astbury es so überzeugend, daß man vor seinen Boxen auf die Knie fallen und die neuen Heiligen preisen möchte. Was die Herren hier abgeliefert haben, könnte locker für sich als Best-Of-Album wiederveröffentlicht werden und rechtfertigt sogar die Widmung einer eigenen VW-Golf-Baureihe. Mehr noch, wie kein anderes Album ist dieses dafür geeignet, in Anlehnung an eine alte Idee meines hochgeschätzten Kollegen Clausen auf einem mp3-Chip serienmäßig in jedes Autoradio implantiert zu werden. Eine knappe Stunde ohne Durchhänger, das soll den Herren erst mal jemand in dieser Form nachmachen – nicht nur, wenn man tagtäglich mit Alben, die einen guten Song enthalten, konfrontiert wird, weiß man so etwas zu schätzen. Bemerkenswert ist nebenbei auch die vorschriftsmäßige Ballade „Niko“, ein musikalischer Tribut an die verstorbene Künstlerin aus dem Velvet Underground-Umfeld, mit dem The Cult noch mal kurz die obligatorische Schmuseschulter hinhalten und nebenbei kurz zeigen, wie U2 klingen könnten, wenn sie sich nicht im Laufe der Neunziger dem Zeitgeist verschrieben hätten. Aber nicht, daß wir uns hier falsch verstehen: wenn eine Band den an sie gestellten Erwartungen derzeit mehr als nur gerecht wird, dann ist es The Cult, die auf ihrem neuen Album einfach nur so klingen, wie man es von ihnen gewohnt ist, nur fetter. Keine Faxen, keine Experimente. Dafür herrscht ab jetzt wieder Tragepflicht von übergroßen, schwarzen Cowboyhüten mit silberner Totenkopfschnalle! Yee-haaaa!

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