Review

Artist: CEMETARY 1213

Titel: The Beast Divine

Matthias Lodmalm brachte ja bekanntlich zwei gute elektronische Gothic CDs unter dem Namen Sundown heraus. Bevor allerdings Sundown gegründet wurde, erschienen fünf Alben seiner früheren Band Cemetary, die besonders auf den ersten drei CDs stark von Paradise Lost beeinflußt schien. Mit “Sundown”, dem vorletzten Album Cemetarys wurde eine melodischere Phase eingeläutet, die von hymnischeren Songs geprägt war, und sich bei Sundowns Debüt “Design 19” fortsetzte, was die doomigen, schleppender ausgestalteten Stücke der ersten CDs vergessen machte. Anscheinend hat Lodmalm wieder mehr Lust auf Metal, denn Cemetary 1213 tendiert wieder in Richtung der alten Cemetary, obwohl das aktuelle Line-Up noch zu drei Vierteln aus der Besetzung Sundowns besteht. Die 1213 wurde anscheinend angehängt, um den Bezug zu Cemetary wieder herzustellen, denn auf deren letzten Album “Last Confessions” befand sich der Song “1213 – Trancegalactica”. Teilweise nimmt “The Beast Divine” sogar Bezug auf die Frühphase der Band, denn plötzlich sind bei Lodmalm wieder dem Death Metal entlehnte Schreie en vogue. Die Doomeinflüsse und vordergründige Gruftigkeit der alten Cemetary fehlen jedoch, vielmehr wird versucht, die von Sundown her bekannte Elektronik mit einer neu entdeckten Härte zu verbinden, denn die Riffs sägen teilweise wie schon lange nicht mehr. “Silicon Karma” hingegen hätte problemlos auf dem Klassiker und nach wie vor besten Werk “Black Vanity” vertreten sein können. Letztendlich läßt diese gut gemachte CD allerdings Neuerungen vermissen, denn Lodmalm hat im Prinzip nichts anderes gemacht, als schon von ihm bekannte Stilistiken anders zu gewichten. Außerdem könnte er endlich mal damit aufhören, Stücke einfach gelangweilt auszublenden oder ihnen ein abruptes Ende zu setzen.

Veröffentlicht: 2000

2000 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 2000

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