Review

Artist: CALEXICO

Titel: Hot Rail

Burns und Convertino – zwei Namen, die der eine oder andere von den legendären Giant Sand kennen mag und die kürzlich mit ihrem Sideproject Calexico ihr brilliantes zweites Album in die Läden gestellt haben. “Hot Rail” ist brütend einsame Hitze, endlos langer Wüstensand bis zum Horizont und lauwarmer Tequila pur in schmutzigen Gläsern, könnte genauso gut der nicht autorisierte Soundtrack zu Filmen wie “Desperado”, der Titty Twister Szene aus “From Dusk ’till Dawn” oder irgendwelchen spanisch-mexikanischen Western B-Movie-Co-Produktionen durchgehen. Wäre da nicht die eigenartige Mischung aus musikalischen Elementen, die die Jungs aus Tucson/ Arizona so anschleppen. Welcher anderen Band läßt man es ansonsten ungestraft durchgehen, in einem Song zu staubtrockenen Desert-Fuzzgitarren und mexikanischen Trompeten von Klapperschlangen und Skorpionen zu singen, bis plötzlich ein französisches Akkordeon samt zugehörigem weiblichen “Je’t aime”-Vocals einsetzt (“Ballad Of Cable Hogue”)üNur ganz wenigen. Abrupt schwenkt man wenig später mit atmosphärischem Bar-Jazz und einsamen Blechbläsern mehr in Richtung “Lost Highway” um (“Fade”), um sich bei “Service And Repair” wieder leidenschaftlich dem glorifizierten Lagerfeuer-Sound im Country-Kleid zu widmen. Ganz großes (Hör)-Kino!

Veröffentlicht: 2000

2000 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 2000

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