Review

Artist: Black Heroin Gallery

Titel: The Dreadful Dead Of Hoop Snake Hollow

Black Heroin Gallery „The Dreadful Dead Of Hoop Snake Hollow“

(Alice In…/Broken Silence)
Dies ist gewiss das schaurigste Stück Deathrock, das man in diesem Jahr in die Hände bekommen kann. Der ehemalige Keyboarder der Astrovamps, Ejayo December Joseph, hat seine eigene Band gegründet, um seine noch düsterere Vision höllischer Horrorgeschichten zu verwirklichen. Dazu bedient er sich eines nahezu hysterischen, unter die Haut gehenden Gesangs, meist sehr schneller Gitarrenriffs, die teils an Horrorpunk, teils an Metal angelehnt sind. Man hört entfernte Anklänge an die frühen Christian Death heraus, auch an die unmelodischeren Stimmexperimente der Virgin Prunes – nur eben noch einmal ums X-fache überzeichnet. Dies ist mit seinen zehn Songs, die jeder für sich eine eigene Horrorgeschichte erzählen, nicht leicht zu konsumieren. Doch sicherlich finden Freunde eines nervös-aufgekratzten Batcave- und Deathrock-Sounds genau das akustische Material, das auf sie wie Heroin wirkt.
Georg Howahl

Veröffentlicht: 12/2016

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