Review

Artist: Beast In Black

Titel: Berserker

Beast In Black „Berserker“

(Nuclear Blast/Warner)
Es ist ein bisschen so, als würde man sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben: direkt in die 80er, als sich Ikonen des Metals auf dem Zenith ihres Schaffens befinden. Beast In Black, das neue Projekt von Anton Kabanen, der Mitgründer der finnischen Senkrechtstarter Battle Beast war, setzt genau dort an, wo Combos wie Judas Priest, W.A.S.P., Accept oder Manowar (zu ihren besten Zeiten!) die größten Erfolge feierten. Der Finne verwirklicht einen lang gehegten Traum und liefert mit „Berserker“ ein hochwertiges und verdammt eingängiges Werk mit Mitsinggarantie ab, das vor Power, Wucht und Melodik – aber natürlich auch ganz viel Pomp und Pathos – nur so strotzt. Dennoch versteht es das Fünfergespann bestens, den schmalen Grat in Richtung Kitsch und Theatralik nicht zu überschreiten. Hier wirkt nichts übertrieben gewollt oder aufgesetzt. Vielmehr ist die pure Spielfreude und Lust am frischen Wind im angestaubten Heavy-Sektor die treibende Kraft. Selbst die abgefahrene Glam-Metal-Discohymne „Crazy, Mad, Insane“, die die Truppe selbst als „komischste Nummer, die man auf einem Metal-Album finden kann“ tituliert, überzeugt durch erstklassige Arrangements und eine geniale Produktion. Letztendlich gehen alle Songs direkt ins Ohr, stampfen sich mit ordentlich Suchtfaktor in die Gehörgänge und lassen nicht mehr los. Ob nun „Blind And Frozen“, „The Fifth Angel“, „Born Again“ oder „Blood Of A Lion“ – jeder Track ist prädestiniert, die Bühne zu rocken. Wer also Spaß an einem qualitativen Nostalgie-Trip hat, der dennoch moderne Elemente involviert, schon lange nach richtig gutem Heavy Metal sucht, ohne sich in der alten Vinylsammlung eine Staublunge zu holen, sollte sich Beast In Black nicht entgehen lassen.
Jasmin Froghy

Veröffentlicht: 11/2017

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