Review

Artist: BATTLELORE

Titel: Where The Shadows Lie

Finnland und kein Ende. Auch Battlelore sind eine hochkarätige Truppe dieser die letzten Jahre schwermetallisch höchst ergiebigen Region. Sie spielen aber nicht wie so viele von dort stammende Elitekommandos symphonischen Black, sondern mit einer reichhaltigen Ideenfülle versehenen epischen Dark Fantasy Metal etwas getragenerer und stellenweise auch ruhigerer Gangart. Ihr Songmaterial legt sein Augenmerk daher weniger auf schneidende Härte als auf vielfältiges und ausgewogenes Musizieren. Dieses bezieht seine lyrisch-konzeptionelle Herkunft durchweg aus den dieser Tage erneut recht lebhaft in Erinnerung gerufenen weltberühmten Büchern J.R.R. Tolkiens, des genialen Autors der Trilogie „Der Herr der Ringe“. Hat man nun erst kürzlich im Kino dem aufwendig verfilmten Tolkien-Epos „Die Gefährten“ seine uneingeschränkte visuelle Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, kommt nun die akustische Umsetzung dieser Thematik direkt nach Hause. Schon der mit viel Liebe zum Detail gestalteten Aufmachung von „Where The Shadows Lie“ merkt man an, daß das finnische Septett mit aller denkbaren Hingabe bei der heldenhaften Sache ist. Im großartigen, detailverliebten 16-seitigen Booklet sind die sieben Musiker in voller Montur abgelichtet, welche der opulenten Ausstattung der mitunter sehr gefährlich aussehenden Darsteller des Kinospektakels in keiner Weise nachsteht… So was hat man in diesem Metier auch noch nicht zu Gesicht bekommen. Aber auch der musikalische Inhalt kann für sich einnehmen. Denn das sehr theatralisch umgesetzte Debütalbum von Battlelore glänzt mit einer wahren Flut an musikalischen Einflüssen, welche neben grundlegenden metallischen Bestandteilen aus allen denkbaren Bereichen mittelalterlicher Fantasy-Klänge entlehnt wurden. „Where The Shadows Lie“ ist somit absolut nichts für eingleisig fahrende Stahldogmatiker, sondern die Band hat ihr Werk eher für feingeistige Naturen gedacht.

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BATTLELORE

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