CD-Rezension / Review / Kritik

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xmh in your face

XMH
„In Your Face“
(Alfa Matrix/Soulfood)
Der Song „Business“ wurde vorab veröffentlicht und diente als kleiner Vorgeschmack auf das Album des niederländischen Trios. Auf „In Your Face“ präsentieren Benjamin Samson, Isa Garcia und Pieter Sperling die gewohnte Mischung aus Dark Electro, EBM, Industrial und Trance, wobei das Album wesentlich knackiger zusammengestellt ist und vor allem durch hohe Tanzbarkeit gepaart mit tiefsinnigen Texten überzeugt. So handelt es sich beim Song „Product“ ganz in diesem Sinne um einen Titel, der Kritik an unserer konsumorientierten Welt übt – passenderweise im fetzigen Harsh Electro-Gewand. Ein wenig melodiöser ist „Forever“. Hier ist auch der Gesang klarer. So kann man „In Your Face“ auch als musikalische Gratwanderung verstehen und zwischen härteren Synthpop-Nummern wie „Great And Unfortunate Things“, „Failing Technology“ oder „System Collapse“ und vergleichsweise ruhigeren Stücken switchen. Für „The Blind“ gibt es sogar einen Einstieg mit Piano und im Finalsong „The One That Ends It All“ sind Streicher zu hören. Zwischendurch wird es aber auch noch mal härter wie beim Titelsong „In Your Face“ und „Stiere und Schwule“. Teilweise klingen XMH sogar technoid , was man in „Lay You To Waste“ deutlich zu hören bekommt. XMH – eine musikalische Gleichung mit drei Bekannten, die sich als absolute Erfolgsformel herausstellt.
Maria Madaffari


Friday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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